Diplomarbeit
AXEO
Projekt Schwerpunkt Produktdesign
Für meine Diplomarbeit entschied ich mich für ein sehr besonderes und herausforderndes Projekt. Unter dem Hauptthema „Ausbrechen“ entwickelte ich eine Spielesammlung mit dem Schwerpunkt der Barrierefreiheit und Inklusion. „AXEO“ präsentiert eine visuell und haptisch durchdachte Umsetzung dieses Kerngedankens.
Thema
Meine Grundidee war es, bekannte Gesellschaftsspiele mit Blick auf Inklusion und Barrierefreiheit zu überdenken und neu zu designen. Meine Spielesammlung konzentriert sich vorallem auf visuelle Einschränkungen und darauf, ein Produkt zu entwickeln, welches von jedem Spieler benutzt werden kann – egal ob mit Behinderung oder ohne. Dadurch wird Inklusion und ein spielerisches Zusammensein gefördert und normalisiert.
Design
Das gesamte Designkonzept basiert auf dem Grundgedanken der Barrierefreiheit, insbesondere der visuellen Einschränkungen. Durch hohen visuellen Kontrast, starke Farben, klare Formen, haptisch überarbeitete Spielteile/-figuren und große Schrift wurde ein Produkt entwickelt, welches auf allen Ebenen und für alle Stärken visueller Einschränkungen Barrierefreiheit bietet. Das inklusive Design von „AXEO“ ist dazu auch ansprechend für sehende Spieler durch das neue Design von bekannten Spielen.
Farbe & Form
Für die Sammlung wurden die drei Spiele „Mensch ärgere dich nicht“, „Tangram“ und „Memory“ überarbeitet und neu designt. Das entwickelte Designkonzept paart jeweils eine der vier Hauptfarben (Grün, Pink, Orange, Blau) mit einer Grundform (Dreieck, Kreuz, Quadrat, Kreis). Dieses Konzept spiegelt sich bei allen Spieleteilen wider, beispielsweise in den Spielfiguren und den „Memory“-Karten. Dieses Designelement zieht sich als roter Faden durch das gesamte Produkt.
Material & Erstellung
Für eine abwechslungsreiche Herausforderung und mit dem Ziel, das Produkt so robust und haptisch wie möglich zu gestalten, entschied ich mich dazu, meine Spieleteile und -figuren mit einem 3D-Drucker herzustellen. Das verwendete Filament ist nicht nur stabiler als Karton und hält somit mehr Spielspaß oder kleine Unfälle am Esstisch aus, sondern bietet durch das härtere und dickere Material auch mehr Raum für haptisches Feedback. Durch Vertiefungen, Formen die gefühlt werden können und Würfel mit tieferen und größeren Augen eröffnet sich eine neue Ebene zum Erleben des Spiels. Um die Spieleteile zu erstellen, entwarf ich zuerst alle Modelle in dem 3D-Programm „Blender“ und übertrug diese Dateien dann auf einen 3D-Drucker, welcher diese dann im gewählten Filament druckte.